November 2011

16.11.2011, 18:00 Uhr, Sinologie, Raum 717: "Die Tagebücher Jiang Jieshis - Zu Problemfeldern der chinesischen Auslandsbeziehungen in der Neuzeit", Prof Wu Jingping, Fudan-Universität Shanghai

Seit 2006 liegen die Tagebücher Jiang Jieshis in kommentierter Ausgabe vor. Ihr Inhalt wirft ein besonderes Licht auf die facettenreichen und größtenteils problematischen Entwicklungen der chinesischen Außenbeziehungen Chinas unter der Guomindang im Allgemeinen, und macht die persönliche Haltung des Generalissimus zu einzelnen Problemen deutlich.
In seinem Vortrag wird Prof. Wu Jingping besonders den chinesisch-japanischen Krieg, die Frage der militärischen Unterstützung Chinas durch Deutschland, eine mögliche Vermittlerrolle desselben, die Beziehung Chinas zur ehemaligen UdSSR, zu England, zu den USA, sowie zu Tibet und Indien beleuchten und dabei einzelne Probleme hervorheben. Dies betrifft beispielsweise Verhandlungen zum Status der KP Chinas und zur Bedeutung der äußeren Mongolei, Xinjiangs und Hongkongs, sowie die Neuregelung der Zoll- und Konzessionsvereinbarung und der Pachtverträge, die Gründung der Alliierten und die Rolle der UN, aber auch die Beziehungen zwischen der KP Chinas und der Guomingdang.

Herr Prof. Wu wurde 1950 geboren. 1990 erlangte er den Doktortitel der Rechtwissenschaft an der Renmin Universität Shanghai. Im gleichen Jahr nahm er seine Tätigkeit an der Fakultät für Geschichte an der Fudan Universität auf. Von 2000 bis 2006 war er als Direktor dieser Fakultät tätig.
Zurzeit ist Herr Prof. Wu Ausschussmitglied des Komitees der Fudan Universität und Professor für Geschichte. Neben der Betreuung von Doktorranden ist er Direktor des Forschungszentrums für Finanzgeschichte Chinas an der Fudan Universität und Direktor des Forschungszentrums chinesischer Persönlichkeiten der Neuzeit. Darüber hinaus ist er Mitglied der Bewertungsgruppe des Komitees für akademische Grade im Staatsrat.

Achtung: Der Vortrag findet nicht im Konfuzius Institut Frankfurt statt, sondern in der Sinologie Frankfurt, Raum 717 (7. Stock), Juridicum, Senkenberganlage 31 / Unicampus Bockenheim, 60325 Frankfurt

Der Vortrag findet in chinesischer Sprache mit zusammenfassender deutscher Übersetzung statt. 

11.11.2011, 19:00 Uhr, Konfuzius-Institut Frankfurt: Filmvorführung "Leben / 活着" (VRC 1994)

In dem Epos "Leben!" erzählt Zhang Yimou bedächtig vom Schicksal einer chinesischen Kleinfamilie mit zwei Kindern, die 1949 durch den Bürgerkrieg auseinander gerissen wird und sich nach der Rückkehr des Mannes aus dem Krieg mit dem Regime von Mao Zedong arrangiert. Wenn der Mann seinen Besitz nicht beim Glücksspiel verloren hätte, würde man ihn jetzt als Großgrundbesitzer hinrichten. Die Angst, beim "Großen Sprung nach vorn" negativ aufzufallen, führt 1958 zum Unfalltod des kleinen Sohnes. Und weil während der "Großen Proletarischen Kulturrevolution" alle Ärzte aus dem Krankenhaus verbannt sind, verblutet die Tochter 1969 bei der Geburt ihres Sohnes. Für das mutterlose Kind sorgen der Vater und die Großeltern, die darauf hoffen, dass es in eine glückliche Zukunft hineinleben wird.

"Leben!" hat einen eigenen ruhigen Rhythmus, fesselt die Zuschauer nicht durch Handlung, sondern durch sorgfältig komponierte, vorwiegend ockerfarbige Bilder, eine fulminante Geschichte und grandiose Schauspieler wie Gong Li und Ge You.
Bei den Filmfestspielen in Cannes 1995 wurde Ge You als bester männlicher Darsteller mit einer "Goldenen Palme" ausgezeichnet. Für den Film gab es den Großen Preis der Jury.

Der Film wird in chinesischer Originalversion mit englischen Untertiteln gezeigt.

 


10.11.2011, 19:00 Uhr, Restaurant Shangrila: Asian Economy Forum Frankfurt; Thema: "Wirtschaftsbeziehungen zwischen der VR China und Hessen"

Am Donnerstag den 10.11.2011 fand um 19.00 Uhr das monatliches Asian Economy Forum Frankfurt statt, an welchem sich auch der CGBN in Kooperation mit dem Konfuzius-Institut Frankfurt beteiligte.

 

Willkommen waren alle Unternehmer, Freiberufler und Führungskräfte, die im asiatischen Raum aktiv sind.

 

Thema des Abends war: Wirtschaftsbeziehungen zwischen der VR China und Hessen.


China ist in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Handelspartner Deutschlands aufgestiegen. Zahlreiche hessische Unternehmen sind in China erfolgreich tätig. Umgekehrt erfreut sich der Wirtschaftsraum Hessen bei chinesischen Investoren großer Beliebtheit. Wir möchten daher den Abend zu einer offenen Diskussion und einem gegenseitigen Erfahrungsaustausch nutzen.

 

Es referierte Herr Norbert Noisser, Foreign Trade, Location Policy, Hessisches Wirtschaftsministerium.

 



03.11.2011, 18:00 Uhr, Konfuzius-Institut Frankfurt: Lesung "An Großvaters Hand - Meine Kindheit in China", Chen Jianghong

Im Konfuzius-Institut Frankfurt erzählt der chinesische Bilderbuchkünstler Chen Jianghong aus seiner - mitunter schwierigen - Kindheit, die er im Tianjin der Kulturrevolution verbrachte. Die Lesung seiner bewegenden, 2009 für den deutschen Jugendliteraturpreis nominierten autobiographischen Graphic-Novel "An Großvaters Hand" findet in deutscher Sprache statt. Chen beantwortet Fragen der Besucher und wird den Anwesenden im Anschluß an die Lesung einen praktischen Einblick in seine Arbeit als Maler, Illustrator und Kaligraph gewähren. Es besteht zudem die Möglichkeit, Chens Werke an einem Büchertisch zu erwerben und sich diese vom Autor selbst mit einer kleinen Skizze und Autogramm versehen zu lassen. 

Chen Jianghong wurde in der chinesischen Hafenstadt Tianjin geboren und lebt und arbeitet mittlerweile bereits seit fast 25 Jahren in Paris. In Deutschland ist Chen Jianghong ein beliebter Bilderbuchkünstler. Werke wie "Der Tigerprinz", "Han Gan und das Wunderpferd", "Junger Adler" oder "Lian" erfreuen sich bei kleinen wie großen Lesern größter Beliebtheit. Im Jahr 2005 wurde Chen für "Han Gan und das Wunderpferd" mit dem deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie Bilderbuch ausgezeichnet, 2006 erhielt er für "Der Tigerprinz" den Rattenfänger-Literaturpreis der Stadt Hameln.

Im Anschluss an die Veranstaltung haben Sie die Möglichkeit, Chen Jianghongs Bilderbücher direkt vor Ort zu erwerben und sich diese vom Künstler persönlich mit einer kleinen Skizze und Autogramm versehen zu lassen. Der Büchertisch wird organisiert mit freundlicher Unterstützung der Buchhandlung Eselsohr in Frankfurt.

 

 

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